Zum 1.4. haben zwei bundesweite Nachhaltigkeits-Netzwerke ihren Zusammenschluss auf den Weg gebracht: Der Ökumenische Prozess Umkehr zum Leben – den Wandel gestalten (ÖP)“ (tätig seit 2013) und das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit (ÖNK)“ (seit 2018). Der Name des neuen Netzwerks lautet Eine Erde. Das Ökumenische Netzwerk. „Wir wollen unsere Arbeit in der breiten Öffentlichkeit und Politik noch sichtbarer machen und mehr bewirken, erklärte dazu Eva Baillie (Bistum Mainz), langjährige Mitstreiterin in beiden Netzwerken. „Die Sorge um unser gemeinsames Haus, die ‚eine Erde‘ ist nötiger denn je – und möglich! In Eine Erde sprechen die Kirchen mit einer Stimme – das Thema Klimagerechtigkeit muss auf der politischen Agenda bleiben. Denn Frieden und Gerechtigkeit lassen sich nicht trennen.“ Das neue Netzwerk Eine Erde ist dezentral an vier Standorten vertreten – in Berlin, Hamburg, Lutherstadt Wittenberg und Köln. Es will Kirchen, Gemeinden und Gruppen als Dachorganisation, Anlaufstelle und Plattform dienen für Informationen, Vernetzung, Kampagnen, theologische Forschung und die spirituelle und theologische Auseinandersetzung mit den Aufgaben der Zeit. Finanziert wird das neue Netzwerk durch seine Mitglieder sowie Brot für die Welt (evangelisch) und die Konferenz Weltkirche (katholisch).
Kirche kann, darf und muss sich einmischen, wenn es um die Schöpfung und die Geschöpfe der Erde geht – dieses Signal sendet das neue gegründete Ökumenische Netzwerk EINE ERDE von seinem konstituierenden Gründungstreffen in Erfurt. In den 10 „Erfurter Thesen des Gelingens“ definieren die Beteiligten aus Bistümern, Landeskirchen, Vereinen, Verbänden, Orden Initiativen, Akademien, Gemeinden und Hilfswerken ihre Ansätze für einen gelingenden und vor allem gerechten Wandel. Ausgehend von der Prämisse, dass „Schöpfungsverantwortung Grundlage und Aufgabe jeglichen kirchlichen und christlichen Handelns und Fühlens“ ist, halten sie die Bewahrung der Schöpfung eine Querschnittsaufgabe in allen Lebens- und Arbeitsbereichen von Kirche und Christ/innen. Damit dies gelingt, müssten auch neue und teilweise unbequemere, mutigere Wege gegangen werden, wie zum Beispiel durch das Aushalten und Nutzen von Konflikten innerhalb von Kirchenstrukturen (These 6), die Schaffung emotionaler statt nur kognitiver Zugänge (These 4), die direkte Einbeziehung junger Menschen und anderer ausgegrenzter Gruppen (These 7) sowie eine Veränderung des „Wie“ durch ein anderes Miteinanderarbeiten auf Basis des Wohls aller (Gemeinwohl).
Der BUND unterstützt gemeinsam mit dem Klimaentscheid Erfurt das ökumenische Netzwerk.
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