Der BUND fordert:
- Die Landesregierung räumt dem Ausbau des ÖPNV Vorrang vor dem Straßenaus- und Neubau ein.
- Es wird ein ThüringenTakt nach Schweizer Vorbild mit einer halbstündlichen ÖPNV-Anbindung für alle Ortschaften in Thüringen eingeführt. Landesweit werden neue Mobilitätskonzepte umgesetzt.
- Die Straßenbauverwaltungen sind in Mobilitätsverwaltungen für eine ganzheitliche Planung im gesamten Bereich des Kfz-, Lkw-, Bahn-, Bus-, Rad- und Fußverkehrs sowie der Güterlogistik umzuwandeln.
- Das Land streicht seine Subventionen für den Flughafen Erfurt-Weimar.
- Thüringen setzt sich durch Bundesratsinitiative für eine Kerosinsteuer ein.
- Thüringen setzt sich für ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen ein.
Bündnis sozialverträgliche Mobilitätswende
Das Thüringer Bündnis für eine sozialverträgliche Mobilitätswende vereint Sozialverbände, Gewerkschaften, Umweltverbände und die Evangelische Kirche, mit dem gemeinsamen Anliegen einer ökologisch und sozial gerechten Mobilitätswende. Ziel ist es, eine Allianz und Plattform zu schaffen, in der soziale Belange, wie zum Beispiel Barrierefreiheit, Gesundheitsschutz, Bezahlbarkeit, gute Arbeitsplätze sowie Klima- und Artenschutz Hand in Hand gehen. Die beteiligten Bündnispartner repräsentieren durch ihre großen Mitgliederzahlen die gesamte Breite der Thüringer Bevölkerung – Menschen aller Altersgruppen, Einkommens- und Lebenssituationen. Gemeinsam geben die Gründungspartner verkehrspolitischen Themen auf Landesebene eine starke Stimme.
Das Bündnis formuliert Ziele und konkrete Forderungen, die sich vor allem an die Politik richten. Es nimmt Stellung zu politischen Diskussionen und Entscheidungen. Doch auch mit Wirtschaft und der Zivilgesellschaft möchte das Bündnis ins Gespräch kommen. Vier Handlungsfelder stehen dabei im Vordergrund: Mobilität als Teil der Daseinsvorsorge, Lebensqualität und Gesundheit, Beschäftigte in der Mobilitätswirtschaft und ein Kulturwandel.